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EU vernichtet Kautabakherstellung in Deutschland

Die letzte Kautabakfabrik in Deutschland musste im Dezember letzten Jahres schließen. Das Unternehmen Grimm & Triepel, 1849 gegründet, wurde verkauft. Die Produktionsstätte in Witzenhausen-Unterrieden (Hessen) hat die novellierte Tabakproduktrichtlinie der EU (TPD 2) nicht überlebt.

Grimm & Triepel hatte als einziges Unternehmen in der BRD nicht nur die rückläufigen Verkaufszahlen beim Kautabak überstanden, sondern auch die durch die Enteignung der Unternehmerfamilie seitens der SED-Regimes aufgebaute, staatliche Kautabakproduktion in der DDR, welche nach der Wiedervereinigung beendet wurde.

Was unter den Ost-Berliner Stalinisten noch möglich war, geht unter Brüsseler Herrschaft nicht mehr. Die EU-Vorgaben zu den Inhaltsstoffen von Tabakwaren hätte das Unternehmen nur durch die Einstellung eines eigenen Lebensmittelchemikers einhalten können. Das allerdings wäre bei einem Personalbestand von zuletzt nur drei Mitarbeitern gänzlich unwirtschaftlich gewesen.

Dies zeigt deutlich, dass neben weiteren Kritikpunkten an der TPD 2 auch ihre Feindlichkeit gegenüber kleineren Unternehmen an den Pranger gestellt gehört. Big Government (hier die EU) gestaltet Regulierung generell so, dass Big Business (die Konzerne) damit besser zurechtkommen als mittlere und kleinere Firmen. Das erkennt man auch bei den Werbeverboten: Für große Hersteller ist es kein Problem, die verbleibenden Möglichkeiten wie Kino- und Plakatreklame zu nutzen, ein Unternehmen wie Grimm & Triepel bräuchte eigentlich speziellere Medienkanäle, die ihm aber gesetzlich verbaut sind.

Immerhin wird die Witzenhausener Manufaktur als Museum weiterleben und an bessere Zeiten erinnern. Das heutige Nischenprodukt Kautabak geht auf amerikanische Ureinwohner zurück und hat in den USA u.a. als Vorläufer des Kaugummikauens Bedeutung erlangt.

Umfrage: Schlechterer Tabak in der Ekelpackung?

Seit Mai letzten Jahres wird die neue Tabakproduktrichtlinie (TPD2) in Deutschland umgesetzt. Sie hat uns nicht nur die Ekelbilder auf den Tabakverpackungen beschert, auch sind viele sogenannte Zusatzstoffe bzw. Zubereitungsmöglichkeiten seitdem verboten. Mit deren Hilfe konnten besondere Geschmacksvarianten im Tabak gestaltet werden.

Wir wollen wissen: Schmeckt der Tabak aus der Ekelpackung anders als zuvor? Haben Sie Veränderungen beim Ziehen/der Inhalation festgestellt?  Wählen Sie den Abschnitt, der für Ihr bevorzugtes Produkt relevant ist, also Zigaretten oder Dreh/Stopftabak.  Verwenden Sie beides, können Sie auch gerne beide Fragenkomplexe beantworten.

Mitmachen und gewinnen!

Unter den Teilnehmern verlosen wir 5 Ekelschutzsets, bestehend aus einem Schachtelteufel Sammelalbum für Ekelbilder und Überklebern für Zigarettenschachteln oder wahlweise Feinschnittbeutel.

Abschnitt 1:  Fragen an Zigarettenraucher

Abschnitt 2: Fragen an Dreher und Stopfer

Abschnitt 3: Freiwillige persönliche Angaben

Wir bedanken uns für Ihre Teilnahme! Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, hinterlässt hier bitte seine E-Mail-Adresse. Diese Daten werden ausschließlich zum Zweck der Verlosung verwendet und nach dem Ende der Umfrage gelöscht. Melden Sie sich für unseren Newsletter an, wenn Sie wichtige Informationen für Tabakfreunde erhalten möchten.

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