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Markensterben

Die neue EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) verlangt von den Herstellern einen erheblichen Aufwand in der Produktionsumstellung (Ekelbilder, Geschmacksstoffverbot, …). Bei einigen Marken, die nur einen sehr geringen Marktanteil haben, lohnt sich dies nicht, und sie werden ganz vom Markt verschwinden. Manche kleinen mittelständischen Herstellerunternehmen sind sogar in ihrer gesamten Existenz bedroht, und damit ihre Produktpalette.

Raucher erleiden also nicht nur durch die Verunstaltung der Packungen, die fehlenden Werteangaben und die geschmacklichen Einschränkungen Nachteile. Auch die Markenvielfalt nimmt ab, und die eigene, geliebte Marke kann davon betroffen sein. Von der EU vernichtet.

Sicher, manche Produkte haben sich durch normale Marktveränderungen einfach überlebt, werden kaum noch geraucht und hauchen deshalb ihr Leben aus. Dazu muss man aber bedenken, dass die zunehmenden Tabakwerbeverbote der letzten Jahrzehnte es den Produzenten immer schwerer machen, neue Kunden für ihre Marken zu finden. Nach dem Willen der Bundesregierung soll 2020 sogar die Plakatwerbung untersagt werden. Den Marktführern, den größten Konzernen, den Top-Marken wird das nutzen, die Breite des Angebots wird aber weiter schrumpfen, wenn man auf diese Weise den marktwirtschaftlichen Wettbewerb aushebelt.

Welche Marken gestorben sind und nur noch als Restposten verkauft werden, steht noch nicht ganz fest. Beispiele von vielen sind „Juwel“ und  „Eckstein No. 5“. So oder so empfiehlt sich der Hamsterkauf, solange die alten – noch nicht TPD2-konformen – Sorten an Zigaretten und losem Tabak noch erhältlich sind.

Einen Einblick ins Markensterben erhält man aber im Raucherforum. Sobald Klarheit herrscht, werden wir es hier auf der Seite „Unser Tabak“ im Einzelnen dokumentieren.

2 Gedanken zu „Markensterben“

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